Ver­ein Deutsch-Lang­haar Alt­bay­ern e. V. ver­an­stal­te­te bay­ern­wei­te Zucht­schau

Altenbuch.

Scheinbar schlafende Hunde lagen am Samstag ihren Herrchen und Frauchen zu Füßen. Geschehen und Trubel rundherum zum Großereignis der Zuchtschau brachten die sanftmütigen Tiere nicht aus der Ruhe. Der Verein Deutsch-Langhaar Altbayern e. V. veranstaltete seine bayernweite Zuchtschau mit Familientag in Niederbayern. Der TSV Altenbuch kümmerte sich um die Bewirtung der Züchter, Zuschauer und Gäste aus ganz Deutschland, Österreich, Luxemburg und Tschechien. Geduldig warteten 20 Rüden

und Hündinnen auf ihre Bewertung. Friedlich bevölkerten sie den Grünplatz des TSV, hoben ab und an den Kopf, um mit ihren sanften braunen Augen das Treiben zu verfolgen. Kein Gebell oder Gekläffe, der Nachwuchs des Vereins Deutsch-Langhaar Altbayern e. V. machte der Rasse alle Ehre: „Vielversprechende, wesensfeste Hunde“, fasste Formwertrichter Leonhard Schmieg am Ende zusammen: „Ich bin mir sicher, viele der heute vorgestellten Hunde schaffen eine noch höhere Bewertung.“ Die Ergebnisse der einzelnen Tiere trug der Ringkader mit Leonhard Schmieg, Helmut Scheuerlein, Dieter Kehrstephan und Christian Fleischmann in die jeweilige Ahnentafel ein. Entsprechend der Altersklasse erhielten nahezu alle Hunde die Bestwertung. „Auf eine erfolgreiche Ausbildung und Jagdsaison“, Leonhard Schmieg versäumte es nicht, den zum Teil sehr weit angereisten Zuschauern die Hunderasse vorzustellen. Der Deutsch-Langhaar ist ein Vorstehhund und er braucht die Jagd. Wegen seines sanftmütigen Wesens eignet sich der nervenstarke Hund auch als Familienhund. Dennoch überlegen sich die Züchter gut, an wen sie ein Jungtier oder ausgebildeten Jagdhund abgeben. Eine Runde um den Block reicht dem Rassehund keinesfalls. Obwohl Aggression und Ungehorsam dem Deutsch-Langhaar fremd sind, braucht es eine adäquate Erziehung und Ausbildung. Sein Wesen ist geprägt vom Jagdtrieb. Der Vorstehhund liebt die Arbeit in Feld und Wald, um beispielsweise dem Jäger Hasen oder Fasane anzuzeigen. Vielfach talentiert, ist der Deutsch-Langhaar auch im Gebirge ein verlässlicher Partner, einsetzbar auch als sogenannter Schweiß-Spürhund, wenn Fährten aufgenommen werden müssen. Zudem ist der Hund ein ausgezeichneter Schwimmer und kann mühelos Federwild aus Gewässern apportieren. Unabdingbar für Halter dieser Rasse ist also, genügend Zeit für das Tier zu haben. Ziel der Prüfung in Altenbuch war es, die körperliche und wesensmäßige Eignung zur Jagd festzustellen. Dafür wurden die Hunde gemessen, Augen und Zähne kontrolliert und im

Ring nach Typ, Form, Haar und Wesen bewertet. Der Verein Deutsch-Langhaar Altbayern e. V. hat sich anno 1998 neugegründet mit dem Ziel, die Reinzucht zu erhalten, um die Jägerschaft mit brauchbaren Jagdhunden dieser Rasse zu bedienen. Insbesondere schauten die Richter auf das Haarkleid: Lange, gut befranste Behänge und eine Rute mit schöner Fahne, mittellanges und nicht allzu üppiges Haar. Ein besonderes Augenmerk legte das Prüfungskomitee auf die Stellung und Winkelung der Läufe, damit auch künftig ausschließlich gesunde Tiere zur Welt kommen. Eine Deutsch-Langhaar-Hündin darf im Übrigen lediglich sechsmal werfen. Einmal pro Jahr präsentieren Züchter ihren Nachwuchs. Das überdurchschnittliche Abschneiden freuten ersten Vorsitzenden des Vereins Deutsch-Langhaar Altbayern e. V. Christian Fleischmann, Zuchtwart und Schauleiter Johann Löw, Vorsitzenden des Dachverbandes in Deutschland Leonhard Schmieg.

Informationen: http://www.dl-altbayern.de/

 

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